Wut

wut

Ich kann es nicht verstehen. Kaum, das sich Krebs und Tod davongeschlichen, kaum, dass beide tot, kündigt sich bei manchen Menschen erneut Besuch an.

Nicht Schmerz, nicht Trauer überwiegt. Tür geöffnet kommt Freund Raff herein. Die Gier ist da und macht sich breit. Doch warum nur? Ihr habt es nicht verdient.

Nicht nach kurzer Zeit ohne wirklich zu denken und nachzudenken.

Ohnmächtig vor Wut und gerade jetzt werde ich ihm die Tür weisen. Es kann nicht sein. Gerade ein paar Tage her, und schon der erste böse Gast. Ist es das, was Ihr verdient? Ich glaube kaum.

Es gibt wichtigeres, als über Aufteilung, Kosten, Nutzen und Erträge zu diskutieren. Ist es wirklich nnur das Geld, was jetzt und hier noch zählt? Ich möchte es nicht glauben, kann es nicht verstehen.

Ich denke im Kleinen. Für mich ist viel wichtiger, was mir niemand jemals nehmen kann: Die Erinnerung. Gerecht verteilt, gerecht gekümmert, gemeinsam, miteinander und nicht nur gegeneinander.

Bleibt nicht mal mehr die Zeit zum Trauern? Was ist los? Was ist noch wichtig in uns und um uns herum. Es muß noch viel geregelt werden. Das ist unumstritten. Doch muß ich mir jetzt Gedanken machen, um Dinge die nicht oder kaum von Bedeutung sind?

Manches Mal wünsche ich mir, dass vieles anders wäre als das hier und jetzt. Da hoffe ich, dass nicht noch mehr kommt. In Ruhe und Frieden das miteinander. Das ist wichtiger als alles andere. Leider bekomme ich das Gefühl nicht los, dass diese Gedanken bei anderen nicht so sind.

Erwähnt hab ich die Gedankengänge und wurde wohl auch sehr belächelt. Das ist nicht wichtig. Ich lasse mir nicht nachsagen, dass Raff auch mein Freund sei. Viel wichtiger ist für mich, dass die Träume bleiben. Niemand wird mir nachsagen können, ich hätte keine eigene Meinung, eigene Wünsche und Hoffnungen in deiser Situation.


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