Erster Advent

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Heute ist der Erster Advent 2017. Hast auch Du das Gefühl, dass die Zeit wie im Fluge vergeht?

Als Kind war gerade die Weihnachtszeit etwas ganz besonderes. Das Gefühl der Besinnlichkeit war etwas besonderes. Wenn ich meine Augen schließe, rieche ich förmlich die Zimtsterne, die meine Mutter gebacken hatte.

Im Dezember war es normal im Schnee herum zu tollen, Schneemänner zu bauen und sich danach an der Heizung aufzuwärmen. Jeden Tag wurde ein Türchen am Adventskalender geöffnet. Ok, so manches Jahr wurden die Türchen bereits viel früher geöffnet, um sich an der Schokolade zu ergötzen.

Danach wurden diese wieder brav verschlossen und man tat so, als wären alle Türchen nnoch gefüllt. Als Kinder versammelten wir uns in der Küche, um dem Weihnachtsmann unsere Wunschzettel zu schrei- ben. All unsere Wünsche waren sehr wohl überlegt. Es sollten besondere Wünsche sein.

Wünsche, die wir uns als Kinder selber nie erfüllen könnten und mit denen wir unsere Eltern nicht belasten wollten. Sonntag Nachmittag – Erster Advent. Mit meinen Eltern und meinen Geschwistern verbrachten wir einen Teil des Nachmittags im Wohnzimmer.

Auf dem Tisch stand ein Kranz mit vier Kerzen, von denen nur eine brannte. Pfefferkuchen und Zimtsterne standen auf dem Tisch. Ich muss zugeben, dass es etwas beson- deres war. Doch hatte die Vorweihnachtszeit bereits im Kindesalter etwas mit dem Ursprung zu tun?

Gedankengang:

Erster Advent – er gibt mir Anlaß, nachzudenken. Adventus Domini (lat. für Ankunft des Herrn) – Menschwerdung Gottes und dessen Vorbereitung Ich meine NEIN! Und heute? Heute ist es noch viel weniger der Ursprung. Kommerz ist angesagt.

Wenn ich durch den Supermarkt gehe, werde ich von Weihnachtsartikeln erschlagen. Angefangen von Lebens- mitteln bis hin zu überdimensionalen Hinweisschildern, was alles für ein gelungenes Weihnachtsfest benötigt wird. Der Einzelhandel bestellt bereits jetzt schon die Warenkollektion für Ostern.

Soll da Besinnlichkeit aufkommen? Eher weniger. In jedem größeren Laden gibt es einen Weihnachtsmarkt. Früher wurden diese den Kunden ende November präsentiert. Mittlerweile geschieht dieses spätestens im Oktober, wenn man an jeder Ecke Spekulatius und Marzipan kaufen kann. Erster Advent – Gedankenspiel. Doch was ist mit dem Glauben? Gibt es einen Glauben.

Wenn es einen Glauben gibt, so stelle ich mir insbesondere jetzt die Frage, was oder woran man glaubt. Adventus Domini ist es bei mir nicht. Die Besinnlichkeit zu Weihnachten ist verflogen. Dieses geschah bereits vor vielen Jahren.

Nun freue ich mich auf den Moment, wo der Spuk vorbei ist.

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