Todestag 2016

Wie die Zeit vergeht. Ein Jahr ist ins Land gestrichen. Wir schreiben das Jahr 2016. So lange ist es her, dass Du von uns gegangen bist. Wie es Dir wohl so ergeht weit hinter dem Horrizont? Ich bin mir sicher, dass wenn es ein „DORT“ gibt, Du Deinen Weg findest und es Dir gut geht. Ich denke an Dich und bin in Gedanken bei Dir.

Irgendwann werden wir uns wiedersehen. Davon bin ich überzeugt.

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In Gedanken bei Dir

Wenn ich
in den Himmel schau am Abend
sehe ich all die Sterne leuchten
sehe Dich
sehe Dad
sehe alle, die den Weg gegangen sind.
Heute leuchtet einer dieser Sterne besonders hell
Deiner…..
Vier Jahre ist es her, dass Du nun von uns gegangen bist. Es kommt mir vor, als wäre es erst gestern.
Wir saßen zusammen und plauderten. Du wusstest, dass es Dir nicht gut geht. Doch Du wusstest nicht, wie es um Dich stand. Bis der Arzt kam, um Dich zu untersuchen. Seine Diagnose war zu niederschmetternd.
Der Krebs, den Du die vielen Jahre bekämpft hattest, kam wieder zurück. Mehr und schlimmer denn je.

Du hast gekämpft, Du hast gesiegt…. und musstest wieder und immer wieder kämpfen.

Doch dann verließ Dich Deine Kraft, Dein Mut. Zu schwach Dein Körper, alles hat zu sehr gezehrt an Dir.

Zum Sterben hingelegt.

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Zum Todestag

Drei Jahre ist es nun her. Ich habe das Gefühl, als sei es gestern gewesen…. als das Telefon klingelte und mir die Nachricht von meiner Mom übermittelt wurde. Wie in Trance fuhr ich zu unserem Elternhaus…

Ich denke oft an Dich lieber Dad, erinnere mich an unsere Abende, an meine Besuche. Ich erinnere mich, wie es war, als Du im Krankenhaus warst.

Dort sagtest Du etwas zu mir, was mich bis heute sehr berührt: „Nun verstehe ich und kann nachvollziehen, wie Ihr Euch gefühlt habt. Bitte verzeih mir.“

Es scheint so, dass das Leben Wege geht, von denen wir nicht glauben können, dass es diese gibt.

Drei Jahre ist es her, dass Du Deinen letzten, neuen Weg eingeschlagen bist. Wer weiß, vielleicht schaust Du immer wieder mal über unsere Schultern, hälst Deine Hand schützend über uns.

Ich lache, ich weine…. die Traurigkeit steigt in mir auf. So vieles passierte, so wenig verarbeitet. Erst nach und nach kommen die Momente, in denen ich so manches realisiere und realisieren kann. Verstehen, begreifen….

In meinen Gedanken bin ich bei Dir. Ich schließe meine Augen und sehe Dich vor mir, sehe Dein Lächeln, höre Deine Stimme.

Geht es Dir gut?

Ich erinnere mich: Du sitzt wie schlafend auf Deinem Fernsehsessel, ganz ruhig, ganz friedlich…. die Hände in Deinem Schoß gefaltet, die Beine übereinander geschlagen. So, als wenn Du jeden Moment aufwachen würdest. Doch Du bist gegangen.

Sicherlich geht es Dir gut… wie ist es dort „oben“? Wie geht es Mom?

In Gedanken versunken…. Irgendwann, wenn Di Zeit reif ist und auch unser Sand durch die Öffnung unserer Sanduhren geronnen ist, werden wir und wiedersehen. Ich freue mich darauf.

In Liebe

Dein André

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