Maschine

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Du sollst funktionieren, am liebsten wie eine Maschine. Tag für Tag, Woche für Woche und was kommt dann? Motorschaden und Aussetzer sind an der Tagesordnung.

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Es kann nicht funktionieren, jeden Tag zu funktionieren. In uns sind Gefühle, Träume und Wünsche. Was ist mit ihnen? Sie sollen nicht zu kurz kommen. Träume sind wichtig. Wünsche sind genau so wichtig, wie das Essen und Trinken, welches wir zum Leben benötigen.

In all den Jahren habe ich versucht, wie eine Maschine zu funktionieren. Im Beruf, in der Familie und bei meinen Freunden. Zu oft vergaß ich, auf mich selber zu achten, auf meinen Körper und all die Warnsignale, die mir gesendet wurden.

Das Ergebnis ließ nicht auf sich warten. Körperlich und auch seelisch baute ich damals stark ab. Zwischenzeitlich bekam ich die Macht des alkohols zu spüren. Wenn es mir schlecht ging, versuchte ich alles mit einem glas Wein wegzuspülen. Dieses geschah, ohne darüber nachzudenken, ob es mir am nächsten Tag vielleicht noch viel schlechter gehen würde.

Resultat

Es kam noch viel schlimmer, als ich es mir je ertäumt hatte. Ich nahm zunächst in nicht einmal zwei Wochen fünfzehn Kilo ab. Abgetan mit dem Gedankengang: „Ich habe in letzter Zeit etwas mehr Strß gehabt.“ Ich habe es nicht wirklich gesehen, was passierte. Vielleicht wollte ich es nicht sehen.

Und dann? Dann kam der Krebs. In mir der Gedanke und die Frage, warum gerade mir das passiert. Ich war gerade mal dreißig Jahre alt. Ich dachte, ich hätte das ganze Leben noch vor mir mit all ihrer Zeit.

Die Erkenntnis

Es kommt der Zeitpunkt, an dem Du Dich zurückziehst und anfängst nachzudenken: Über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Du denkst darüber nach, was hier und jetzt geschieht. Bitte denke daran, dass Du es erkennen musst.

Für mich war es seinerzeit wie ein Schuß vor den Bug. Ich habe daraus gelernt. Insbesondere weiß ich nun, dass ich keine Maschine bin. Die Quittung für mein Fehldenken bekam ich sehr zu spüren!

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