Zugzwang – Das Spiel des Arbeitgebers?

zugzwangDas Warten auf die Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht Aachen geht weiter. Eigentlich sollten schon zwei Termine sein, die jedoch vertagt wurden.

Der erste Termin wurde ohne Vorankündigung ein Tag vor Eröffnung der Verhandlung von der gegnerischen Seite abgesagt. Wie ich mitbekommen habe, wurde von mehreren Mitarbeitern eine Kündigungsschutzklage eingereicht. All diese Verhandlungen wurden abgesagt.

Mittlerweile hat sich die Arbeitgeberseite mit meinem Anwalt in Verbindung gesetzt. Es wurde bekundet, dass ich einen alternativen Job bekommen soll. Schon wurde die Voraussetzung für eine Verhandlung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geschaffen, um auch den zweiten Gütetermin vor dem Arbeitsgericht abzusagen, bzw, zu vertagen.

Aber: Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist genau NICHTS geschehen. Ein konkretes angebot liegt nicht vor. Was soll ich davon halten?

Heute ist mein letzter vorläufiger Arbeitstag in diesem Unternehmen. Und die Frage bleibt: Was passiert nun in Bezug auf ein Angebot der Arbeitgeberseite!?!

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Kündigungsschutzklage

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Aus der Starre erwacht! Kündigungsschutzklage folgt…

Nachdem der Schock der eigenen Kündigung hinter mir liegt habe ich mir viele Gedanken gemacht, wie es nun weitergeht. Es hat einiges an Bauchschmerzen bereitet, als ich zum Jahreswechsel mehr oder weniger unvorbereitet meine Kündigung im Briefkasten gefunden hatte (Einwurfeinschreiben). Danach hieß es erst einmal klare Gedanken fassen, sortieren und begreifen.

Und nun?

Kurzentschlossen habe ich am Donnerstag einen Termin beim Anwalt bekommen. Meine Empfehlung nach einiger Internetrecherche: Solltet Ihr ebenfalls in solch eine Situation kommen, sucht einen Fachanwalt für Arbeitsrecht auf, der sich auf sein Fachgebiet spezialisiert hat. Nicht jeder von uns ist rechtschutzversichert (meine Wenigkeit ist es zumindest nicht). Trotzdem sollte immer ein Anwalt aufgesucht werden! Höchstwahrscheinlich belaufen sich die Kosten für einen Anwalt (bei Erfolg) auf einen kleinen Teil des zu erwartenden Erfolgs einer Klage.

Ganz wichtig bei solch einem Gang ist die Einhaltung der gesetzlichen Fristen: Eine Kündigungsschutzklage muss innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung bei der zuständigen Kammer eingereicht werden -> ansonsten geht der Arbeitgeber davon aus, dass die Kündigung von der Arbeitnehmerseite her anstandslos angenommen wird!

Bepackt mit Arbeitsvertrag, Kündigung, Verdienstnachweisen und sonstigem Schriftwechsel zwischen Arbeitgeber und – nehmer folgte der Termin beim Anwalt.

Ich muss zugegeben: Schon lange habe ich beim Lesen der Unterlagen kein solches Grinsen gesehen wie das von meinem Anwalt! Seine ersten Äußerungen: Die Kündigung ist nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben wurde! Ein Lichtblick?

Meine Firma stellt sich als eines der größten Unternehmen im Dienstleistungsbereich dar. Aber: Sie halten es nicht für nötig, Kündigungsfristen (die gesetzlich verankert sind) einzuhalten, noch haben sie in Erwägung gestellt einen Sozialplan aufzustellen. Anzumerken sei, dass neben mir noch ca. 50 Mitarbeiter (geschätzt) gekündigt wurden.

Was nun passdiert: Ich habe den Anwalt beauftragt, eine Kündigungsschutzklage einzureichen. In etwa zwei Wochen wird es vor der Kammer zu einem Gütetermin kommen. Lassen wir uns überraschen, was dort geschehen wird.

Nach fast zehn Jahren treuer Dienste im Unternehmen lasse ich mir den Knüppel nicht in die Kniekehle schlagen, ohne mich gerechterweise zu wehren!

Fortsetzung folgt bestimmt

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Schlimmer geht immer

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Das Jahr sollte ruhig ausklingen. Gemütlichkeit, Fröhlichkeit, Zufriedenheit. Den Tag genießen mit Frau und Hunden. Leider habe ich nicht die Rechnung mit der Firma gemacht, in der ich seid knapp zehn Jahren am Arbeiten bin.

Kündigung zum 28.02.2016 – verkündet über das Telefon – Vorankündigung

Man will es kaum glauben und doch passiert es. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man gerade in einem Job angefangen hat zu arbeiten, oder bereits zehn oder 20 Jahre im gleichen Unternehmen tätig ist. Auch scheint es keine rolle zu spielen, ob ein Unternehmen zehn oder tausende Mitarbeiter beschäftigt.

Recht lasch wurde ich davon in Kenntnis gesetzt, dass ein Auftraggeber (für den ich tätig war) die Verträge gekündigt hätte und für mich nun keine Arbeit mehr da wäre.

Nun warte ich auf die schriftliche Kündigung (bzw. dessen Eingang). Mittlerweile habe ich mich ein wenig schlau gemacht, dass solch eine Kündigung in dieser Form bzw. Zeitraum keine Gültigkeit hat. Kündigungsfristen müssen eingehalten werden. Scheinbar glaubt das Unternehmen, es stehe über dem Gesetzt. Nicht nur, dass es immer wieder Probleme mit den Arbeitszeiten und den Arbeitszeitgesetzen gab – nein, nun sind sie der Meinung sich über das BGB bezüglich Kündigungsfristen hinweg setzen zu können.

Wie gut, dass in ein paar Stunden dieses Jahr 2015 zu Ende ist und ich schreiben kann: Neues Jahr, neues Glück!

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